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Die Offenbarung und Entdeckung des Abends: Die Altistin Bernadette Beckermann – mit biegsam lyrischer Stimme, die nie in die Nähe angestrengten Übersteuerns geriet [...]
— Barbara Kaiser, Barftgaans, 17.12.'18
 

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10.09.18

Hildegard in ávila, die Berge, das Meer und ich

Ich bin sehr beschenkt von den letzten wunderbaren Wochen, welche ich in Spanien verbringen durfte: Erst hatte ich im Rahmen des diesjährigen Festivals ABVLENSIS in Ávila (ESP) nach einem beglückenden Konzert mit dem Tiburtina Ensemble und der Musik der unvergleichlichen Hildegard von Bingen die aufregende Möglichkeit, meinen ersten Meisterkurs zu geben...! Vier Tage lang arbeitete ich intensiv und spielerisch mit talentierten Vokalensembles aus ganz Spanien an Gesangstechnik, Interpretation, Körperwahrnehmung...und lernte dabei nicht nur so viele herzliche Menschen und mir bis dahin weitestgehend unbekannte, herrliche Schätze spanischer Renaissancemusik kennen, sondern einmal mehr, wie unglaublich tiefgreifend und auf vielen Ebenen bereichernd die Musik all ihre bezaubernde Kraft beim Musizieren im Ensemble entfaltet...

Danach verbrachte ich die folgenden Tage als furchtlos-emsige Wandersfrau auf dem Küsten-Jakobsweg im Norden Spaniens. Noch lange werde ich von der überwältigenden Natur, den vielen interessanten Begegnungen und Erkenntissen dort zehren...


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27.07.2018

Erfreuliche Resonanz

Über die im April bei Deutsche Harmonia Mundi veröffentlichte CD "Vidi Speciosam" der beiden Ensembles Tiburtina und Capella de la Torre schreibt Eckhard Weber vom Magazin concerti am 21.06.2018:

"Die beiden Ensembles treffen aufs Glücklichste den ruhig fließenden, expressiven Duktus der klassischen Vokalpolyfonie, wofür Victoria steht. Die gregorianischen Gesänge haben meditatives Glühen. Eine inspirierte, perfekt funktionierende Zusammenstellung, beseelt musiziert, farbenfroh und nuancenreich, angeregt und fantasievoll ausgedeutet. "

Bernhard Schrammek fügt in seiner Rezension für das kulturradio rbb am 23.04.2018 folgende Einschätzung hinzu:

"Im Vergleich zur gewöhnlichen, rein vokalen Darbietung dieser Kompositionen ist die Beteiligung des farbigen Instrumentariums mit Schalmei, Pommer, Posaunen und Dulzian ein echter Gewinn, zumal wenn diese historischen Instrumente mit so viel Gefühl und Intelligenz gespielt werden. Der reine, in jeglicher Form ungekünstelte Gesang des komplett weiblich besetzten Tiburtina Ensembles ist ein großes Erlebnis und veredelt auch die eingefügten gregorianischen Gesänge."

Auch die Einspielung des Orpheus Vokalensembles "Hymne au soleil" mit Werken von Lili Boulanger, welche ebenfalls im April beim Label Carus erschienen ist, wurde inzwischen zahlreich besprochen. So feiert Jan Geert-Wolf die CD in seiner Rezension vom 17.05.2018 auf pizzicato als "eine großartige Entdeckung" und führt weiter aus:

"Die Interpretation des grandiosen Chores und der zehn brillanten Solisten aus den Reihen des Orpheus Vokalensembles ist von einer so perfekten und dabei natürlichen Klangschönheit, die vor allem eines ist: ein würdiges Gedenken an die viel zu früh verstorbene Komponistin. Berückende Klangbrechungen, ineinanderfließende Melodien, flächiger Klang, Lautmalereien am Klavier, das Antonii Baryshevskyi als Harfe verkleidet zu haben scheint. Man hört die Musik und versteht den Text, auch wenn man des Französischen nicht mächtig ist, wenn die Sänger den goldenen Himmel in ‘Soir sur la plaine’ oder die funkelnden Wassertropfen in ‘La source’ schildern."

Dorothea Bossert vom swr2 schreibt am 13.06.2018, was ihr besonders an der Interpretation gefällt:

"Vor allem der weite, ruhig strömende Atem der Sänger und der warme, körperhafte Ton der Frauenstimmen hat es mir angetan, mit der weichen Eleganz eines Tuschpinsels schwingen die weiten Bögen."

 
In der Musik wird der Augenblick über alles Zeitliche hinausgehoben.
— P. SCHIBLER
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Vita


Lebendigkeit, Natürlichkeit und Expressivität – dies zeichnet das Singen der jungen Mezzosopranistin aus, womit sie ihr Publikum immer wieder aufs Neue zu berühren vermag. Fundiertes theoretisches Wissen und interpretatorische Wahrhaftigkeit im Moment des Musizierens zu vereinen, ist ihr dabei Ansporn und Anspruch zugleich.

Bernadette Beckermann ist 1. Preisträgerin der International Early Music Vocal Competition Poznan 2017 und wurde im selben Jahr Finalistin des Internationalen Telemann-Wettbewerbs für Gesang. Sie geht ihrer Leidenschaft für die Alte Musik in einer vielfältigen Konzerttätigkeit in ganz Europa nach. Diese umfasst u.a. die Zusammenarbeit mit Dirigenten wie Hans-Christoph Rademann, Václav Luks, Michael Alber oder Kay Johannsen und namhaften Ensembles wie dem Collegium 1704, Tiburtina, solistenensemble stimmkunst, Collegium Marianum, Solamente Naturali oder Ensemble Wunderkammer. Sie gastierte bei Festivals wie dem Bachfest Leipzig, Heinrich Schütz Musikfest Dresden, Klarafestival Brüssel oder Oude Muziek Festival Utrecht.

Im Rahmen dieser Engagements war sie an zahlreichen CD- und Rundfunkproduktionen sowie der viel beachteten erstmaligen Gesamteinspielung der Werke Heinrich Schütz' beteiligt.

Auf der Opernbühne war sie zuletzt in einer historisch informierten Inszenierung des Oratoriums San Giovanni Battista von Alessandro Stradella im GRASSI Museum Leipzig sowie als Cherubino in Mozarts Le nozze di Figaro im Staatsschauspiel Dresden zu erleben. Erfahrungen mit barocker Schauspielkunst und historischer Gestik vertiefte sie in Zusammenarbeit mit Niels Badenhop und Nils Niemann.

Als Mitglied des Ensembles AuditivVokal Dresden widmet sie sich auch mit großer Begeisterung der zeitgenössischen Vokalmusik. Ein Höhepunkt dieser Mitwirkung war das international Aufsehen erregende Konzertprojekt „Aghet“ zusammen mit den Dresdner Sinfonikern zum Gedenken an den Genozid an den Armeniern, welches sie auf eine Konzertreise nach Belgrad und Jerewan führte.

Bernadette Beckermann studierte Gesang erst in Dresden und später in Leipzig, wo sie nun als freischaffende Sängerin lebt.


Downloads

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kalendarium

 
 

November '19

7

AUDITIVVOKAL-Foto-Isabel-Noack.jpg

vokalmusik für einen europäischen dialog

07.11.19 | 19 Uhr
Dresden, Festspielhaus Hellerau

09.11.19 | 17 Uhr
Dresden, Kulturpalast

Sieben Uraufführungen zum Thema “Musik - Demokratie - Europa” von Hakan Ulus, Harald Muenz, Ji Hyun Yoon, Jadwiga Maria Frej, Chatori Shimizu, Stefan Beyer, Fojan Gharibnejad & Zachary Seely

Auditivvokal Dresden
Sopran |
Katja Fischer, Birte Kulawik, Katharina Salden, Anne Stadler
Alt | Bernadette Beckermann, Marie Bieber, Stefan Kunath
Tenor | Alexander Bischoff, Jonas Finger
Bass | Timo Hannig, Cornelius Uhle

Leitung | Olaf Katzer

 

 

November '19

11

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ENSEMBLE PANTHERA: »ABGESTEMPELT« - IMPRESSIONEN EINER SPURENSUCHE

11.11.19 | 20 Uhr
Würzburg, Universität

Werke von Schütz, Gesualdo, Monteverdi u.a.


Ensemble Panthera:
Sopran | Dorothea Wagner, Isabel Meyer-Kalis
Alt | Bernadette Beckermann
Tenor | Christopher Renz
Bass | Felix Schwandtke
Laute/Theorbe | Christoph Sommer
Gambe | Miyoko Ito
Orgel | Nick Gerngroß

 

 
 

Hören & Sehen

 

Portrait

Bühne

LE NOZZE DI FIGARO // Cherubino

Staatsschauspiel Dresden, 2012


Videos


Hörbeispiele

Verbinden

 

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post |  Bernadette Beckermann
    GutsMuthsstraße 26
D - 04177 Leipzig

fon | +49 151  21620904

mail | mail [at] bernadettebeckermann.com

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